Google Lively – Mein Urteil: nutzlos

Ehrlich gesagt habe ich den Hype um Second Life nie verstanden. Und jetzt bringt Google eine ähnliche Software heraus: Google Lively.

Virtuelle Chaträume auf Blogs und Webseiten

Bei Googles Lively soll jeder Webseitenbetreiber einen virtuellen Raum erstellen können, den er dann auf seiner eigenen Webseite oder Blog als Kommunitkationsplattform mit seinen Besuchern nutzen kann. Youtube-Videos und Fotos können dabei als Dekoration verwendet werden.

Um die Räume betreten zu können ist jedoch die Installation einer Software notwendig. Es können derzeit maximal 20 Besucher einen Raum gleichzeitig benutzten. Mit der Software will Google die Kommunikation im Internet dreidimensionaler, interaktiver und spaßiger gestalten.

Kritik an Google Lively

Derzeit funktioniert Lively noch nicht optimal und bei einer 3D-Umgebung, welche mit Flash realisiert ist, muss man sich nicht wundern, wenn die CPU belastung schnell auf 100% steigt und der Browser hin und wieder abschmiert. Meiner Meinung nach ist Lively kein Sinnvolles Kommunikationswerkzeug für das Web 2.0. Denn das tolle an den Kommentaren und Beiträgen im Web 2.0 ist ja eigentlich, dass sie erhalten bleiben und für längere Zeit verfügbar sind – bei einem Chat ist eine Nachricht nur kurz verfügbar dann ist sie auch schon wieder weg.

Viel Hoffnung setze ich nicht in diese Anwendung, Kommentare und Trackbacks reichen mir auf Webseiten völlig als Kommunikationsmittel und wenns mal schneller und direkter gehen soll dann greift man eben zum Instant Messenger.

Fehlerbericht

Nachdem ich die Software heruntergeladen und installiert hatte. Habe mich dann versucht in verschiedene Räume einzuloggen. Ich konnte zwar durch den Raum hin und her fliegen aber von einem Avatar war ncihts zu sehen und in der Leiste unten in Lively stand fortwährend: “Joining Room…”

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5 Antworten zu "Google Lively – Mein Urteil: nutzlos"

  1. Mein Fazit würde wahrscheinlich genauso ausfallen. Eigentlich hätten sie ja aufgrund des sinkenden Interesses an Second Life mekren können, dass das nix mehr wird.

  2. Tobias sagt:

    Hallo, ich glaube, um die (Ex-)Begeisterung für Portale wie SL zu verstehen, muss man ein bisschen von dieser reinen (und typisch deutschen) Nutzenperspektive wegkommen. Eng definierter Nutzen wird ja nur durch Angebote generiert, die einem entweder helfen, Geld zu sparen, oder irgendeine Aufgabe effizienter zu lösen (zB an Infos zu kommen).

    Vielen Portalen (und Nutzern) geht es aber gar nicht primär darum, ein Problem zu lösen. Sondern Spaß zu vermitteln. Ob dann irgendein Angebot wie SL Spaß macht oder nicht, ist eher Geschmacksache. Man würde ja auch einen zahlenden Kinobesucher nicht entgeistert fragen, welchen “Nutzen” er jetzt daraus zieht, 2 Stunden passiv auf eine gespielte Handlung zu starren (und dafür zu zahlen).
    Genauso ist auch WhatsYourPlace primär als Entertainment-Portal gedacht. Ja, es gibt zwar ähnlich wie bei SL auch harte Nutzenaspekte – Guerilla Marketing, Grundstückspekulation, Geschenkekauf – aber im Kern geht’s einfach um Fun und Emotionen.

  3. Felix sagt:

    Natürlich macht man Dinge einfach, weil sie Spaß machen – aber genau das war es ja, was ich nicht herausgefunden habe:

    Was hat an Second Life bitte Spaß gemacht?
    Nix.

    Habe das Programm (“Spiel”) eine halbe Stunde getestet und wusste einfach nicht was ich damit anfangen sollte. Der langfristig ausgebliebene Erfolg zeigt ja, dass es auch vielen Anderen so ging wie mir. Kurz mal reingeguckt – langweilig – deinstalliert. Bye

  4. Tobias sagt:

    OK dann hab ich das “nutzlos” falsch verstanden. Ich selber bin bei SL auch nicht übers Testen hinausgekommen. Kann aber nachvollziehen, dass es manchen auch Spaß macht, weil es einfach eine neuartige Weise darstellte, mit anderen Leuten zu interagieren.
    Aber klar, bei SL hatte sich irgendwann der Hype verselbständigt, und Journalisten fingen an, da viel mehr reinzuinterpretieren, als SL je geboten hat… Genau das gleiche passiert, wenn auch auf ner anderen Ebene, momentan mit Twitter: Microblogging, eine für eine relativ eng abgregrenzte Usergruppe eine neue und sinnvolle Weise, zu kommunizieren. Sicher aber keine Revolution der Kommunikation, wie Journalisten und Abteilungsleiter seit ein paar Monaten aufgeregt murmeln…

  5. Felix sagt:

    jop, das mit twitter sehe ich ganz genau so. da wird mehr reininterpretiert als es ist.

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