Zurück aus Kroatien, Cuil & Pagerank

Ich wollte mich zunächst mal aus dem Kroatien-Urlaub zurückmelden.

Residiert habe ich in einem schönen Hotel in Poreč fast direkt am Strand und das Wetter war traumhaft – dauerhaft Temperaturen um die 30°C.

Als ich nach dem Urlaub das erste mal in meinen GoogleReader geschaut habe, erwarteten mich 1000+ neue Artikel. Die Artikel der wichtigsten Blogs habe ich gelesen und den Rest mit “Alle als gelesen markieren” ins Archiv verbannt. Naja, was soll man machen.

Cuil – Viel Blabla um nichts

Seit Montag wird mein Feed-Reader vorallem mit Artikeln über Cuil [gesprochen cool] überflutet. Einige Personen sehen in “cuil” den neuen, größen Google-Konkurenten.

Diese Ansicht teile ich absolut nicht.

Cuil verspricht 1. den größten Index, 2. bessere Suchergebnisse und 3. mehr Datenschutz.

Das mit dem größten Index (“121,617,892,992 web pages“) wäre ein schönes Aushängeschild gewesen, aber zwei Tage vor dem Release von Cuil markierte Google den Dicken und verkündete, dass ihr Index mittlerweile eine Billion Seiten umfasst, während cuil gerade mal 121,6 Milliarden Seiten erfasst.

Die besseren Suchergebnisse will cuil durch einen “neuen” Index- und Suchalgorithmus erzeugen. Dabei legt man bei cuil besonders viel Wert auf Inhalte der einzelnen Seite und die Inhalte der verweisenden Seiten. Aber wirklich neu ist diese Art der Indexierung nicht: Google verwendete zu Anfangszeiten wohl einen ähnlichen Mechanismus zur Erfassung und Wertung, erreichte aber erst mit dem PageRank-System (Relevanz durch Wertung von Links) seinen großen Erfolg.

Auch die Auflistung der Suchergebnisse wollte man bei cuil revolutionieren: anstatt die Suchergebnisse nach Relevanz untereinander aufzulisten, werden diese wunderbar unübersichtlich in 2 bis 3 Spalten nebeneinander angezeigt. Dazu spendiert cuil jedem Suchergebnis ein Bild, welches die Suchmaschiene irgendwo auf der Seite im Internet mit dem Suchwort gefunden hat – passend zum Inhalt? Selten.

Zum Start beherrscht cuil nur eine Sprache: Englisch. Was möglicherweise daran liegt, dass es schwer ist wird den cuilschen “Algorithmus” in anderen Sprachen umzusetzen. Um den Inhalt von Seiten analysieren zu können, muss die Suchmaschine den Inhalt sozusagen verstehen können – also eine kompliziert zu programmierende und übersetzende Angelegenheit.
Googles Algorithmus (Links werten, Relevanzen bestimmen und den Index nach Keywords zu durchsuchen) ist da schon wesentlich einfacher auf andere Sprachen auszuweiten.

Kurz gesagt: cuil hat keine Chance auf den internationalen Durchburch!

PageRank Update & Mircosofts BrowseRank

Ein bisschen geärgert habe ich mich schon als ich meinen neuen PageRank gesehen habe: PageRank 2. Also einen Wert schlechter als beim letzten großen öffentlichen PageRank Update. Dafür werden meine ganzen neuen Artikel (auch auf anderen Blogs) wieder innerhalb weniger Minuten in den richtigen Google Index aufgenommen.

Im kleinen dunklen Kämmerchen entwickelt Microsoft seinen “eigenen PageRank” für die Live Suche, getauft auf den Namen: BrowseRank.
Etwas wirklich neues bringt er eigentlich nicht: neben der Linkwertung beachtet das System auch Besuchsdauer, Klickverhalten und Wiederkehrhäufigkeit. Also Faktoren die Google für den PageRank auch schon benutzt. Microsoft hinkt wieder mal hinterher.

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Ein Kommentar zu "Zurück aus Kroatien, Cuil & Pagerank"

  1. Reisetipps sagt:

    Ich finde die das Foto von Deinem Kroatien-Urlaub auch am Interessantesten an diesem Post. Wie ist Poreč denn so? Fände ich interessant.
    Um nicht zu sagen: Cuil hat keine Chance, stimmt.

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